Wie in jedem Jahr gibt es auch diesmal Trends im SEO-Sektor, die es zu berücksichtigen gilt. Wir präsentieren Ihnen die wichtigsten 11 SEO-Trends 2016.

1. Mobile überholt Desktop

Die mobile Zielgruppe stellt ein unglaubliches Potenzial dar. Die Konkurrenz schläft nicht und der Nutzer wird mit der Zeit immer weniger Kompromisse eingehen wollen. Dieser verlangt Speed, Komfort und ein ansprechendes Design. Sollte der Nutzer hier Defizite im Vergleich zu anderen Seiten finden, wird die größte Zielgruppe im Vorfeld abspringen und nicht wiederkommen.

2. Spracherkennung

Die Suche per Spracheingabe zu bedienen ist wesentlich bequemer und schneller als per Tastatur. Firmen wie Google, iOS und Windows investieren viel Geld in diese Technologie. Es gibt bereits professionelle und etablierte Spracherkennungssoftware wie „Dragon Naturally Speaking“, die ein mächtiges Werkzeug zur Workflow-Optimierung darstellen.

3. Direct Answers

Direct Answers sind Antworten, die Google dem Nutzer auf der Suchergebnisseite anzeigt. Wenn ich das Wetter in meiner Region erfahren möchte, muss ich nicht erst ein Wetterportal besuchen, stattdessen wird mir von Google bereits angezeigt, ob es schneit, regnet oder die Sonne scheint. Die Suchergebnisse unter dieser Anzeige werden für viele Nutzer uninteressant. Google möchte diesen Dienst zukünftig weiter ausbauen und verbessern.

4. Strukturierte Daten

Erleichtern Sie der Suchmaschine das Crawling und geben Sie ihr viele wertvolle Anhaltspunkte über die thematische Zuordnung Ihrer Seite. Suchergebnisse mit Bewertungssternen, Preisangaben oder Thumbnails werden besser angezeigt.

5. Local SEO

Mit Local SEO werden Maßnahmen ergriffen, dessen Ziel es ist, ein regional tätiges Unternehmen oder eine lokale Website in den Suchergebnissen nach vorne zu bringen.

Ziel ist es, Suchanfragen aus einer Region so zu beantworten, dass der Nutzer ein relevantes Ergebnis erwarten kann. Relevant bedeutet, dass Ergebnisse, beispielsweise Websites, Unternehmen und Dienstleister angezeigt werden, die sich geografisch in der Nähe des Nutzers befinden.

Google nutzt das Google Plus Profil, um Daten wie Firma, Anschrift mit Ort und PLZ sowie eine Telefonnummer einzutragen. Relevant sind auch Bewertungen, Reviews und positive Verweise durch eine Commuity oder Interessengemeinschaft.

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Bildquelle: Olu Eletu@Unsplash / Lizenz: CC0 1.0

6. Interaktiver Content

Beim interaktiven Content muss der Nutzer selbst durch einen Mausklick oder eine Eingabe aktiv werden. Sie können den ihn direkt ansprechen. Es bietet sich die Möglichkeit, wertvolle Informationen besser zu vermitteln.

7. ASO – App Store Optimierung

App Store Optimierung bezeichnet Maßnahmen, die zur Steigerung von App-Downloads bei Google Play, im Apple App Store und auf weiteren Plattformen angewendet werden. Sie erhöhen die Popularität und haben außerdem einen hohen Wiedererkennungswert für eine Marke.

Ziel bei einer App Store Optimierung ist:

  • Umsatzsteigerung, wenn die App kostenpflichtig ist
  • Steigerung der Markenbekanntheit, wenn die App für das Branding verwendet wird
  • Steigerung der Bekanntheit, wenn die App über Werbung monetarisiert wird
  • Sammeln von Nutzerdaten, damit Werbeangebote noch besser an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden können

Bei der App Store Optimierung werden folgende Faktoren für das Ranking verwendet:

  • Zahl der Downloads in einer kürzeren Periode
  • Übereinstimmung zwischen Keywords in Suchanfragen, in der Beschreibung der App sowie entsprechenden Schlüsselbegriffen in Titel und hinterlegten Suchbegriffen
  • Anzahl der Bewertungen der App
  • Anzahl der Kommentare zur App
  • Anzahl der Social Signals, die auf die App im Store verweisen

Bei Google Play werden noch zwei weitere Faktoren berücksichtigt:

  • Anzahl der erfolgten Deinstallation
  • Anzahl der Backlinks

Um die Conversion zu steigern, werden folgende Mittel eingesetzt:

  • Titel, Beschreibung und relevante Keywords können Nutzer zum Download der App motivieren
  • Das Icon für die App dient als Wiedererkennungsmerkmal: Je origineller das Icon, desto höher der Branding Effekt
  • Screenshots vermitteln dem Nutzer ein genauen Einblick in die Funktionen der App, ohne gezwungen zu sein, sie zu installieren um einen Überblick zu bekommen
  • Preis: Grundsätzlich haben kostenlose Apps ein höheres Potenzial, starke Verbreitung zu finden
  • Die Auswahl der richtigen Kategorie für die App kann sich auf die Anzahl der Downloads auswirken
  • Bewertungen der App: Positive Referenzen und Kommentare, Qualität und Quantität dieser Ergebnisse sind wichtig für potenzielle User

8. Page Speed

Unter dem Page Speed wird die Ladezeit einer Webseite verstanden. Es werden Optimierungsma߬nahmen ergriffen, um die Ladezeit merkbar zu verkürzen. Je länger die Ladezeit, desto eher brechen die Kunden ab und kaufen bei einem anderen Anbieter. Die Absprungrate beträgt 40%, wenn die Seite länger als 3 Sekunden benötigt, um zu laden. Webseiten mit einer schnelleren Ladezeit als ihre Konkurrenten erhalten durch diesen Faktor ein höheres Ranking.

9. Usability

Es ist empfehlenswert, dass man sich mit der Usability einer Webseite beschäftigt und diese für den Nutzer ständig verbessert. Ist eine Webseite nicht benutzerfreundlich, steigt die Absprungrate.

Wichtige Kriterien sind:

  • leichte Erlernbarkeit: Wie einfach ist die Webseite zu erreichen?
  • Effizienz: Wie schnell kann der Nutzer eine Aufgabe erfüllen, wenn er die Webseite bereits kennt
  • Einprägsamkeit: Kehrt der Nutzer nach einiger Zeit zur Webseite zurück? Wie schnell kann er sich erneut auf der Webseite zu¬rechtfinden?
  • Fehler: Wie reagiert der Nutzer auf die Fehler? Wie können diese Fehler besei¬tigt werden?
  • Zufriedenheit: Wie ist das Design?

10. Google straft automatisch erstellten Content ab

Google straft Webseiten ab, die versuchen ihre Homepage mit Linknetzwerken im Ranking weiter nach vorne zu bringen. Das französische Linknetzwerk Buzzea, wurde bereits von Google öffentlich als abgestraft gebrandmarkt. Daraufhin wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt. Grund war, dass sie mit automatisch erstelltem Content andere Webseiten im Ranking „gepusht“ haben.

11. Social Signals

Laut der allgemeinen Definition von Social Signals sind es kommunikative und informative Signale, die entweder direkt oder indirekt Informationen über soziale Interaktionen, soziale Emotionen, soziales Verhalten und soziale Beziehungen liefern.

Es besteht die Möglichkeit, den Traffic über soziale Netzwerke gezielt mit Google Analytics auszuwerten. Shares und Likes können Suchtrends aufzeigen.
Google hat die Möglichkeit, mit Social Signals indirekt auch Nutzerdaten auszuwerten, wie zum Beispiel die Verweildauer oder die Klickrate, um anhand dieser Daten unter anderem die Qualität des Contents einer Zielseite zu bestimmen.

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