Virtual Reality

Virtual Reality bezeichnet die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit mit ihren physikalischen Eigenschaften in einer computergenerierten, interaktiven, virtuellen Umgebung in Echtzeit. Bei VR taucht man in eine scheinbare Welt ein, kann sich in ihr bewegen und die Welt nach eigenen Vorstellungen und Fantasie umsetzen. Diese Welt wird vom Computer ohne reale Gegenstände erschaffen. VR bietet eine hochwertige Benutzerschnittstelle, die über Kopf- und Handbewegungen, über die Sprache oder den Tastsinn gesteuert wird. Die virtuelle Realität ist ein Computerspiel, das beispielsweise über eine VR-Brille gespielt werden kann und im Gegensatz zu Augmented Reality nicht auf die reale Außenwelt des Benutzers reagiert.

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Bildquelle: Maurizio Pesce@Flickr / Lizenz: CC BY 2.0

VR-Hardware

Damit der Benutzer ein Gefühl der Immersion (Eintauchen in eine virtuelle Umgebung) bekommt, werden zur Darstellung von virtuellen Welten spezielle Ausgabegeräte benötigt. Um einen räumlichen Eindruck zu erzeugen, werden zwei Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven erzeugt und dargestellt. Damit das jeweilige Bild dem richtigen Auge zugeordnet werden kann, existieren verschiedene Technologien. Man unterscheidet dabei zwischen aktiven und passiven Technologien. Um mit der virtuellen Welt interagieren zu können, sind spezielle Geräte nötig. Wichtig sind hier 3D-Maus, Datenhandschuh, Flystick und das omnidirektionale Laufband, mit welchem das Gehen im virtuellen Raum durch das Gehen in der realen Welt gesteuert wird.

VR in der Anwendung

Virtuelle Realität lässt sich in den verschiedensten Bereichen einsetzen und unterstützt die Simulation von Vorgängen, Verfahren oder Geräten. Ein sehr bekannter Anwendungsbereich ist beispielsweise der Flugsimulator für die Pilotenausbildung. VR findet ebenfalls in Bereichen wie Entwicklung, Produktion und Fertigung, Modellbildung von Naturereignissen, Architektur des Messebaus, der Medizin, der Touristik, der Qualitätskontrolle und auch bei der Entwicklung von Computerspielen Verwendung. Bemerkenswert ist, dass beispielsweise die Umwelt so nachgebildet werden kann, dass der Benutzer nicht nur sehen, sondern erleben können, was durch ihr Handeln verändert wird und dabei entscheiden können, welchen Blickwinkel sie für die Betrachtung einnehmen möchten, ob mit dem Gamepad oder bei der Internetversion.

Virtual Reality – Software

Der Einsatz von VR setzt eine speziell für diesen Zweck entwickelte Software voraus, die in der Lage ist, die Komplexität der dreidimensionalen Welten in Echtzeit zu berechnen. Dazu gehören auch je nach Anwendung mindestens 25 Bilder pro Sekunde – ein Fahrsimulator beispielsweise benötigt mindestens 60 Bilder pro Sekunde, um die Simulationskrankheit mit Übelkeit zu verhindern. Bereits in den 1990er Jahren hat man sich Gedanken über VR gemacht, aber weder die Rechenleistung noch die Hardware waren ausreichend für den produktiven Einsatz und für eine realistische Simulation. Um im Internet die Darstellung von interaktiven, grafischen 3D-Szenen zu ermöglichen, wird die Computersprache VRML/X3D verwendet.

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